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Beschwerden bei einer Krebsbehandlung: Darmbeschwerden

Nebenwirkung der Krebstherapie

Ihre Darmfunktion kann durch die verschiedenen, in der Chemo- und Strahlentherapie eingesetzten, Medikamente beeinträchtigt werden. Diese Nebenwirkungen sind nicht zu vernachlässigen, sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt darüber.

Durchfall während Chemotherapie

Bestimmte Chemotherapien verursachen Durchfall. Nahrungsmittel passieren dabei den Verdauungstrakt viel zu schnell und Vitamine, Mineralien und Wasser haben keine Zeit, vom Organismus aufgenommen zu werden. Durchfall kommt oft zwischen 2 Chemozyklen vor.

Achten Sie deshalb besonders darauf, genug zu trinken!

Die wichtigsten Schritte

  • Erkundigen Sie sich bei Ihrem Arzt, ob Sie Imodium nehmen dürfen (rezeptfrei in der Apotheke). Kontaktieren Sie ihn, falls der Durchfall länger als 48h andauert oder Sie Fieber bekommen.
  • Trinken Sie 1,5 bis 2 Liter pro Tag, jedes Mal in kleinen Mengen. Wasser, Tee (koffeinfrei), Reiswasser, Gemüsebrühe oder Gatorade.
  • Nehmen Sie statt rohem Obst und Gemüse lieber dampfgegartes Gemüse zu sich.
  • Weiterhin empfehlen wir Ihnen ballaststoffarme Kost. Reis, Nudeln, dampfgegarte Kartoffeln, Zwieback, sehr reife Bananen und Karotten.
  • Lassen Sie Nahrungsmittel, die Ihren Darm zum Arbeiten bringen, wie Milchprodukte (ausgenommen Magerjoghurt), pikante, fettige und ballaststoffreiche Gerichte (Getreide und Vollkornbrot) und Gemüsesorten, die Darmgase fördern (Kohl, Rüben, Zwiebeln und Mais), weg.
  • Vermeiden Sie außerdem Kaffee und eisgekühlte Getränke.
  • Wischen Sie sich nach dem Stuhlgang zum Beispiel vorsichtig mit Baby-Feuchttüchern ab, oder waschen Sie sich mit warmem Wasser.
  • Zögern Sie nicht, eine parfümfreie Creme gegen Windelausschlag aufzutragen, wenn Ihre Haut schmerzt und empfindlich wird.

Kleine Extras

Trinken Sie Reiswasser. Kochen Sie 2 bis 3 Teelöffel Reis in einem Liter Wasser. Fügen Sie dem 2 Teelöffel Zucker und einen halben Teelöffel Salz hinzu.

Das können Sie ungehemmt konsumieren. Hausgemachte Gemüsesuppen, Hühner-, Nudel- und Karottensuppen (ohne Milch).

Verstopfung

Im Gegensatz dazu gibt es andere Medikamente, die Verstopfung auslösen. Besonders neigen dazu Medikamente gegen Übelkeit und Behandlungen mit Schmerzmittel.

Die wichtigsten Schritte

Trinken Sie mindestens 2 Liter pro Tag, um Ihren Stuhl weicher zu machen. Wasser, Gemüsebrühe, Pflaumensaft, … Nehmen Sie ballaststoffreiche Lebensmittel zu sich. Frische Früchte, rohes Gemüse, Vollkornbrot und Getreide. Trinken Sie beim Aufstehen ein Glas Eiswasser oder Orangensaft. Versuchen Sie jeden Tag ein bisschen zu laufen oder eine Sportübung zu machen. Sollte die Verstopfung andauern, fragen Sie bei Ihrem Arzt nach einem Abführmittel.

Unsere Kochbuchempfehlung!