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Diagnose Krebs: 10 Tipps für Angehörige

Die Nachricht, dass ein geliebter Mensch Krebs hat, kann überwältigend sein. Denn die Krankheit betrifft nicht nur die Person, bei der die Diagnose gestellt wurde, sondern auch all diejenigen, die sich um diese Person kümmern und sie gernhaben. In dieser Situation fragen Sie sich vielleicht: „Was soll ich jetzt tun?“ oder „Wie kann ich helfen?“

Hier sind 10 Tipps, die beim Umgang mit der Krebserkrankung einer geliebten Person helfen sollen.

1) Sie sind nicht allein

Wenn bei einer geliebten Person Krebs diagnostiziert wird, ist das der Beginn einer schweren Zeit. Vielen Menschen hilft es, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen. Ein offenes Gespräch über Angst, Stress, Unsicherheit oder Einsamkeit kann Ihnen helfen mit diesen Emotionen zurechtzukommen.

2) Informationen sammeln

An dem Sprichwort „Wissen ist Macht“ ist etwas Wahres dran. Lesen Sie weitere Blogbeiträge auf unserer Website, um mehr über die Krebsdiagnose und die Behandlungsmöglichkeiten für Ihre Angehörigen zu erfahren. Zögern Sie nicht, dem Arzt Fragen zu stellen, wenn Sie als Begleitperson bei einem Termin dabei sind. Schreiben Sie sich am besten wichtige Fragen auf, damit Sie sie nicht vergessen.

3) Gestalten Sie eine „neue Normalität“

Patienten und Angehörige berichten gleichermaßen von einem Kontrollverlust nach der Krebsdiagnose. Wenn Sie lernen, mit diesem Kontrollverlust umzugehen und sich um Ihren geliebten Menschen zu kümmern, wird dies zu einer „neuen Normalität“ führen – einem neuen Verständnis davon, wie Ihr Leben jetzt aussieht. Es kann auch helfen, anzuerkennen, dass sich Ihr Privatleben, Ihre Gewohnheiten und Freundschaften für eine gewisse Zeit verändern können.

4) Vergessen Sie nicht andere Ihnen nah stehende Personen

Viele pflegende Angehörige empfinden im Laufe der Erkrankung ihrer Liebsten einen Verlust an persönlicher Zeit. Denken Sie daran, dass Sie zwar neue und zusätzliche Verantwortung übernehmen, aber immer noch ein eigenes Leben führen dürfen. Vernachlässigen Sie nicht Ihr soziales Umfeld, denn auch Sie brauchen Menschen, die Ihnen beistehen und Sie in dieser schweren Situation unterstützen.

5) Gönnen Sie sich Auszeiten

Kleine Pausen bieten eine einfache Möglichkeit, neue Energie zu tanken und Stress abzubauen. Machen Sie einen Spaziergang um den Block oder setzen Sie sich 10 Minuten lang in einen bequemen Sessel und schließen die Augen. Sich Zeit für sich selbst zu nehmen ist nicht egoistisch, sondern notwendig. Nur wer sich gut um sich selbst kümmert, kann auch für eine andere Person stark sein.

6) Plan für die Zukunft

Auch wenn das Erstellen eines Tagesplans schwierig sein mag, so kann er doch helfen. Versuchen Sie, lustige Aktivitäten an Tagen zu planen, an denen Ihr Angehöriger die Nebenwirkungen der Behandlung nicht spürt. Sie können auch etwas planen, auf das Sie sich freuen können, beispielsweise wie Sie das Ende der Behandlung oder eines Teils der Behandlung feiern wollen.

Es ist auch wichtig, darüber nachzudenken, dass Sie Ihren geliebten Menschen verlieren könnten. Wir alle, ob bei uns Krebs diagnostiziert wurde oder nicht, sollten über die notwendigen Papiere verfügen, wie z.B. eine Vollmacht und ein Testament. Wenn Sie den notwendigen Papierkram unter Kontrolle haben, können Sie sich beruhigt lustigeren Aktivitäten widmen.

7) Achten Sie auf IHRE Gesundheit

Um für Ihren geliebten Menschen stark zu sein, müssen Sie auch auf sich selbst Acht geben. Hören Sie auf Ihren Körper, nehmen Sie Ihre eigenen Probleme nicht auf die leichte Schulter und lassen Sie sich regelmäßig untersuchen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Veränderungen in Ihrem Leben und halten Sie Ihre eigenen Arzttermine ein. Nehmen Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich, ernähren Sie sich gesund und gönnen Sie sich ab und zu eine Auszeit, wenn Sie sich überfordert fühlen.

8) Nehmen Sie Hilfe an

Es ist in Ordnung, „Helfer“ zu haben. Bestimmte Aufgaben an andere abzugeben kann Stress lindern und Ihre Stimmung heben. Sagen Sie nicht immer „Nein“, sondern nehmen Sie Hilfe dankend an. Sie können auch eine Liste aller Betreuungsaufgaben, von klein bis groß, führen. Auf diese Weise können Sie, wenn jemand fragt: „Kann ich irgendetwas tun?“, konkrete Wahlmöglichkeiten anbieten.

9) Bewältigen Sie Stress

Finden Sie eine Methode um Stress abzubauen oder sogar vorzubeugen. Meditation, Yoga, Musik hören oder einfach nur tief durchatmen kann im Alltag beim Umgang mit Stress helfen. Gehen Sie einem Hobby nach, das Ihnen Spaß bereitet und Sie für einige Zeit Ihre Sorgen vergessen lässt.

10) Tun Sie, was Sie können und geben Sie zu, was Sie nicht können

Niemand ist perfekt und kann sich um alles auf einmal kümmern. Es ist in Ordnung, seine Grenzen anzuerkennen. Finden Sie sich damit ab, dass Sie sich überfordert fühlen (es wird passieren) und entscheiden Sie selbst, was Sie allein bewältigen können und was nicht. Erkennen Sie Ihre eigenen Stärken und Schwächen. So können Sie Grenzen setzen und wissen, wann Sie um Hilfe bitten müssen.

Nach einer Krebsdiagnose gerät das Leben oftmals ins Wanken. Doch Menschen, die durch eine fürsorgliche Familie und gute Freunde eine starke Unterstützung erfahren, neigen dazu, viel besser damit fertig zu werden.