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Gebärmutterhalskrebs

Sie suchen nach Informationen zu Gebärmutterhalskrebs? Finden Sie hier mehr zu Früherkennung, Ursachen, Nebenwirkungen und Behandlungsformen. Es ist nicht so leicht sich in dem ganzen Informationschaos zurechtzufinden. Deshalb hier unsere kleine Hilfestellung.

Wie Sie Gebärmutterhalskrebs vorbeugen?

Zigaretten, Alkohol, die Antibabypile sowie humane Papillomaviren sind die größten Risikofaktoren.

Der sogenannte PAP-Abstrich ist ein Zellabstrich vom Gebärmutterhals. Er dient dazu Zellveränderungen am Gebärmutterhals aufzuspüren. So können Krebsvorstufen erkannt werden.

In Deutschland hat man die Möglichkeit einmal im Jahr kostenlos zur Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt zu gehen. Diese Möglichkeit sollte man in Anspruch nehmen, um einen Abstrich durchführen lassen.

Seit einigen Jahren gibt es sogar die sogenannte HPV-Impfung. Die deutsche zuständige Impfkommission empfiehlt diese zurzeit für Mädchen im Alter zwischen 9 und 14 Jahren. Die Impfung sollte vor allem vor dem ersten Geschlechtsverkehr durchgeführt werden. Der Impfstoff schützt vor einem großen Teil der Papillomaviren. Einen hundertprozentigen Schutz gibt es allerdings nicht!

Was ist Gebärmutterhalskrebs ?

Der Gebärmutterhals ist im Grunde die Verbindung zwischen dem unteren Teil der Gebärmutter und der Scheide. Hier kann das sogenannte Zervixkarzinom, eine Krebserkrankung, auftreten. Als Gebärmutterhalskrebs wird eine bösartige Veränderung des Gebärmutterhalsgewebes bezeichnet.

Üblicherweise hat man zunächst gar keine Beschwerden. Manchmal treten dann leicht von der Regelblutung abweichende „Schmierblutungen“ auf. Wird der Tumor grösser, kann man wässrigen, fleischfarbigen Ausfluss bekommen.

Bei solchen Anzeichen sollten Sie dringend mit Ihrem/r Gynäkologen/in Rücksprache halten.

Behandlung von Gebärmutterhalskrebs

Wenn Gebärmutterhalskrebs früh erkannt und behandelt wird, gibt es durchaus gute Heilungschancen. In der Regel gibt es 3 verschiedene Möglichkeiten den Gebärmutterhalskrebs zu behandeln. Eine Operation, Bestrahlung, Chemotherapie sind so genannte Behandlungsmöglichkeiten.

Ist der Tumor noch klein, empfehlen Ärzte häufig eine Operation. Hierbei kann entweder ein Teil des Gebärmutterhalses oder die gesamte Gebärmutter entfernt werden.

Ist der Tumor schon weiter fortgeschritten (Stadium 3 und 4) wird häufig die Strahlentherapie als Behandlungsform eingesetzt. Die Bestrahlung kann sowohl allein oder zusammen mit einer Operation durchgeführt werden.

Bei der Chemotherapie werden Medikamente zur Abtötung der Krebszellen eingesetzt.

Die Nebenwirkungen sind je nach Medikament unterschiedlich. Es können Haarausfall, Übelkeit oder Erbrechen auftreten. Auch Hautprobleme, Sensibilitätsstörungen an Händen und Füßen, sowie eine Verminderung der Blutkörperchen kommen vor.

Die Prognose und die Behandlungsmethode hängen vom Krankheitsstadium sowie dem allgemeinen Gesundheitszustand der Patientin ab. Gebärmutterhalskrebs wird grob in 4 Stadien unterteilt. Die endgültige Behandlungsentscheidung treffen Ärzte und Patientin, wenn alle notwendigen Ergebnisse vorliegen. Das Durchschnittsalter von Patientinnen mit Gebärmutterhalskrebs liegt bei 53 Jahren.

Wie mit Gebärmutterhalskrebs leben ?

Was sind die Folgen?

Natürlich hängt alles vom Behandlungsplan ab.  Je früher der Krebs erkannt wird, umso höher sind die Heilungschancen.

Wurde eine kegelförmige Ausschneidung oder eine Teilamputation des Gebärmutterhalses vorgenommen, ist eine Schwangerschaft noch möglich. Egal bei welcher Art von Eingriff empfehlen wir Ihnen alle Fragen VOR Ihrer Operation stellen!

Eine Gebärmutterhalskrebserkrankung kann natürlich auch Sexualität und Intimität mit Ihrem Partner beeinflussen.  Grundsätzlich ist Sexualität nach einer Operation möglich. Generell empfehlen wir die Wundheilung abzuwarten. Sprechen Sie offen über Ihre Sorgen, Ängste und Gefühle mit Ihrem Partner.

Bei einer Bestrahlung wird die Haut erheblich verletzlicher. Da die Schleimhaut in der Scheide häufig trockener und dünner wird, kann es zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr kommen. Wir empfehlen deshalb Gleitgel auf Wasserbasis.

Schwierig ist vor allem die Krankheit psychisch zu verarbeiten. Da es sich bei der Gebärmutter um etwas sehr intimes handelt, wird die Krankheit von vielen Patientinnen als massiver Einschnitt wahrgenommen. Wir empfehlen Ihnen daher Hilfe von einem/r Psychoonkologen/in in Anspruch zu nehmen.

Sollten Sie Fragen haben, melden Sie sich gerne bei uns: kontakt@oncovia.com