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Hand-Fuß-Syndrom

Hand-Fuß-Syndrom bei Chemotherapie

Das Hand-Fuß-Syndrom wird durch bestimmte Wirkstoffe der Chemotherapie hervorgerufen, die dazu neigen, sich in den Handflächen und Fußsohlen anzustauen.

Ihre Sorgen

Das Hand-Fuß-Syndrom (oder palmar-plantare Erythrodysästhesie) ist durch die Schwächung der Haut gekennzeichnet, die, in Verbindung mit kleinen Alltagsverletzungen, sehr unangenehm sein kann. Es zeigt sich durch Rötungen, Schwellungen, Trockenheit der Haut, kleine Blasen, Ziehen, Prickeln oder manchmal auch durch Schmerzen.

Wenden Sie sich an Ihren Arzt, falls Ihre Handflächen oder Fußsohlen rot oder sensibel werden, um herauszufinden, ob Sie von diesem Syndrom betroffen sein könnten.

Was zu vermeiden ist

  • Vermeiden Sie es, Ihre Hände und Füße Hitze, wie beispielsweise heißem Wasser, auszusetzen.
  • Vermeiden Sie Aktivitäten, die Reibung oder selbst leichten Druck auf Füße bzw. Hände verursachen, wie sich heftig zu waschen, (Haushalts-) Geräte zu halten, Auto fahren oder lange laufen.
  • Kleben Sie weder Pflaster noch Klebestreifen direkt auf Ihre Haut.
  • Tragen Sie keine Handschuhe oder zu enge Socken und Schmuck.
  • Stattdessen empfehlen wir Ihnen weite und bequeme Kleidung und weiche, weite Schuhe mit gepolsterter Sohle.

Schützen und entlasten

  • Tragen Sie oft und großzügig eine sanfte Creme besonders in den Falten und Rissen Ihrer Hände und Füße auf, ohne dabei zu stark zu reiben.
  • Duschen Sie mit lauwarmem statt heißem Wasser.
  • Sorgen Sie dafür, Ihre Hände und Füße an der frischen Luft zu halten.
  • Weiterhin können Spezialsocken helfen, Ihre Füße zu schützen und Fußproblemen, die mit der Chemotherapie zusammenhängen, vorzubeugen.
  • Legen Sie Ihre Beine so oft es geht mithilfe von Kissen hoch.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Medikamente, die Ihnen eventuell Erleichterung bringen können: Schmerzmittel, Vitamin B6 um Schwellungen zu vermeiden oder Kortikosteroide.

Kleine Extras

  • Legen Sie für 15 bis 20 Minuten Eiswürfel oder ein Paket Tiefkühlgemüse auf Ihre Handflächen oder Fußsohlen, um diese temporär zu beruhigen. Sie können auch Gelsohlen in Ihre Schuhe einlegen, die Sie vorher gekühlt haben.
  • Tauchen Sie Ihre Hände bzw. Füße, wenn möglich, 3 bis 4 Mal täglich für 15 Minuten in eine Wanne mit kaltem Wasser.
  • Wenn Sie alle 3 oder 4 Wochen eine Behandlung auf Basis von liposomalem Doxorubicin (Caelyx*) erhalten, dürfen Sie diesen Instruktionen nur während der ersten Woche nach jeder Behandlung folgen.