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Nebenwirkungen bei Taxotere

Welche Nebenwirkungen bei einer Chemotherapie durch Taxotere?

Was ist Docetaxel (Taxotere)?

Taxotere ist ein chemotherapeutisches Arzneimittel, das den Wirkstoff Docetaxel enthält. Taxotere kann in Kombination mit anderen Mitteln verordnet werden. Es wird zur Behandlung folgender Krebsarten angewendet: Brustkrebs, Lungenkrebs, Eierstockkrebs, Prostatakrebs, Magenkrebs oder Kopf- und Halskrebs.

Wie wirkt Taxotere?

Docetaxel hemmt die Funktion von Mikrotubuli und greift so in den Mechanismus der Zellteilung ein. Die Zellen können sich nicht normal teilen und sterben schließlich ab.

Docetaxel blockiert somit den normalen Zellteilungsvorgang. Taxotere wird als einstündige Infusion alle drei Wochen verabreicht.

Wie Taxotere Nebenwirkungen lindert?

Bei der Behandlung mit Taxotere können Nebenwirkungen auftreten. Selbstverständlich reagiert jede Person anders auf ein Arzneimittel. Das ist der Grund, warum die untenstehende Liste sehr ausführlich ist. Dennoch, gibt es Mittel und Wege diese Nebenwirkungen ein wenig besser verkraften zu können.

Alopezie (Haarausfall) bei Chemotherapie

Generell beginnt der Haarausfall während den ersten 15 bis 20 Tagen nach Beginn der Chemotherapie. Eventuell empfiehlt man Ihnen das Tragen einer speziellen Kühlhaube, was allerdings nicht in jedem Fall funktioniert. Vielleicht wird Ihnen auch ein Haarersatz oder eine Perücke verschrieben. Dann raten wir Ihnen vor Beginn der Chemotherapie auf die Suche zu gehen, damit Sie sich an Ihrem üblichen Haarschnitt orientieren können.

                                        

 

Übelkeit und Erbrechen bei Chemotherapie

Während den ersten drei Tagen nach einer Chemo-Sitzung treten häufig Nebenwirkungen auf. Ihr behandelnder Arzt oder Ihre behandelnde Ärztin wird Ihnen Anti-Brechmittel geben und Ihnen auch für zu Hause Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen verschreiben. Denken Sie an Ihr Akupressur-Armband, welches auf natürliche Art und Weise gegen Übelkeit hilft. Essen Sie langsam und mehrere kleine Mahlzeiten auf den Tag verteilt.

                  

Hautprobleme (Hautausschlag an Händen, Füßen, Armen, im Gesicht oder am Brustkorb) bei Chemotherapie

Diese Hautausschläge treten vor allem in der ersten Woche nach einer Perfusion auf. Nutzen Sie Produkte ohne Alkohol- und Parfümstoffe, die Ihre Haut nicht austrocknen. Es gibt eine Reihe von Kosmetikprodukten, die Ihre Haut während den Behandlungen mit Feuchtigkeit versorgen und sie schützen können.

Irritationen und Bläschen im Mund bei Chemotherapie

Machen Sie 3-5 Mal pro Tag eine Mundspülung auf Basis von Natriumcarbonat und kümmern Sie sich um eine gute Mundhygiene. Verwenden Sie eine weiche Zahnbürste, die Ihr Zahnfleisch schont.

               

Geschädigte Nägel bei Chemotherapie

Ihre Nägel können schwarz, spröde, rissig oder brüchig werden. Schützen Sie Ihre Nägel vor jeder Chemo-Sitzung mit einer Unterschicht Silicium Nagellack und darüber zwei Schichten dunklerem Nagellack. Während der Perfusion können Sie außerdem gekühlte Handschuhe verwenden.

Hand-Fuß-Syndrom bei Chemotherapie

Irritationen, Taubheitsgefühle, Trockenheit oder sogar Geschwüre an den Handinnenflächen und den Fußsohlen. Versorgen Sie Ihre Haut an diesen Stellen mit Feuchtigkeit, nutzen Sie geeignete Cremes für sensible Haut. Es gibt eine Vielzahl für jeden Hauttyp und somit auch ein geeignetes Produkt für Sie. Außerdem gibt es Schutzsocken, die mit einem Gel-Futter für Komfort und Schutz sorgen.

Gewichtszunahme, Aufblähen (durchschnittlich 2-3 Kg)

Manche Personen können ihre Übelkeit oder ihr Unbehagen durch kleine Snacks zwischendurch kompensieren, was zu Gewichtszunahme führt. Hinzu kommt, dass es bei manchen Behandlungen sehr schwer ist einer regelmäßigen körperlichen Aktivität nachzugehen. Achten Sie deshalb während der ganzen Chemotherapie auf Ihre Ernährung. Lassen Sie sich von einem/r Ernährungsberater/in beraten.

Ödeme (Wasseransammlungen im Gewebe) können nach mehreren Behandlungszyklen auftreten. Achten Sie auf Schwellungen und informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Ihre Ärztin.

Diarrhoe (Durchfall): Während der zweiten Behandlungswoche kommt es oft zu Durchfall. Bestimmte Mittel können die Beschwerden lindern (Imodium, Smecta oder Ähnliches). Trinken Sie in kleinen Mengen 1,5 bis 2 Liter pro Tag: Wasser, Kräutertee, Gemüsebrühe. Nehmen Sie rohfaserarme Lebensmittel zu sich: Reis, Nudeln, Karotten.

Muskelschmerzen sind ein häufiges Problem während der ersten Woche nach der Behandlung.

Abfall der weißen Blutkörperchen und Fieber.

Magen- und Unterleibsschmerzen.

Sollten Ihnen bestimmte Nebenwirkungen als ungewöhnlich erscheinen sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin darüber – warten Sie nicht zu lange ab.

Machen Sie sich eine Freude! Um Übelkeit soweit es geht zu vermeiden, essen Sie worauf Sie Lust haben. Verwöhnen Sie sich: Kosmetikprodukte, Perücken, Mützen, Schals, etc. – damit Sie trotz Nebenwirkungen ganz Frau sein und bleiben können.