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Was sind künstliche Wechseljahre?

Die Wechseljahre sind ein natürliches Phänomen, welches bei Frauen im Alter von etwa 50 Jahren auftritt. Sie entsprechen dem Ende der Eierstockaktivität. Dabei sind sie insbesondere durch das Aussetzen der Periode, wie auch durch andere Symptome gekennzeichnet. All diese Symptome stehen mit hormonellen Umwälzungen im Zusammenhang. Der Verlauf der Wechseljahre lässt sich in mehrere Phasen unterteilen: die Perimenopause, die Menopause und die Postmenopause.

In manchen Fällen können die Wechseljahre jedoch auch durch medizinische Behandlungen ausgelöst werden. So zum Beispiel durch eine Krebstherapie. Dabei handelt es sich nicht mehr um natürliche, sondern um künstliche Wechseljahre. Was sind mögliche Nebenwirkungen? Sind künstliche Wechseljahre reversibel? Was gibt es für Lösungen? Werfen wir einen genaueren Blick auf die künstlichen Wechseljahre.

Welche Krebstherapien können das Einsetzen der Wechseljahre verursachen?

Der chirurgische Eingriff

Bei einer Hysterektomie können die Eierstöcke oft erhalten bleiben. Dies ist jedoch nicht immer der Fall. Wenn sie entfernt werden spricht man von einer Oophorektomie. Eine solche führt sofort zum Ende der hormonellen Aktivität des weiblichen Körpers. Die Wechseljahre treten dann plötzlich auf. Wenn die Eierstöcke jedoch erhalten bleiben, erfüllen sie weiterhin ihre hormonellen Funktionen. Der Östrogenspiegel bleibt unverändert. Setzt Ihre Periode jetzt aus, ist dies auf das Entfernen der Gebärmutter zurückzuführen. Dies ist also nicht zwangsläufig der Beginn Ihrer Wechseljahre.

Die Chemotherapie

Eine Chemotherapie wirkt sich auf die gesamte Zellentwicklung aus. Sie betrifft somit auch die Eierstöcke. Dies kann dann dazu führen, dass die Östrogenproduktion gestoppt wird und die Wechseljahre somit einsetzen. Abhängig von verschiedenen Faktoren kann diese künstliche Menopause reversibel sein.

Die Hormontherapie

Ein hormonbedingter Krebs wird durch eine Hormontherapie behandelt. Diese soll die Produktion bestimmter Hormone hemmen, von denen bekannt ist, dass sie die Krebsentwicklung fördern. Dadurch setzen die Wechseljahre ein. In diesem Fall ist die Menopause reversibel.

Die Strahlentherapie

Eine Strahlentherapie, die auf das Becken und den Beckenbereich gerichtet ist, kann den Eierstöcken schaden. Diese funktionieren dann nicht mehr, was ebenfalls zum Einsetzen der Wechseljahre führt.

Was sind mögliche Symptome der Wechseljahre?

Ob künstlich oder nicht, die Symptome der Wechseljahre sind die Gleichen.

Die Anzeichen sind vielfältig und variieren von Frau zu Frau. Sehr bekannt sind Hitzewallungen und Nachtschweiß. So auch eine Unregelmäßigkeit oder das Aussetzen der Periode. Aber auch Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen kommen oft vor. Gleiches gilt für eine schwächere Libido. Es können jedoch ebenfalls vaginale Trockenheit und Blasenschwäche auftreten. Auch Gelenkschmerzen sind mögliche Symptome.

In jedem Fall sollten Sie wissen, dass es für die meisten dieser Beschwerden auch Lösungen gibt. Sie sollten also nicht zögern, mit einem Arzt zu sprechen; insbesondere um die mit einer zu abrupten Menopause verbundenen Risiken zu vermeiden (d.h. eine Menopause ohne prämenopausale Phase wie bei einer Oophorektomie).

Welche Lösungen gibt es?

Hormonelle Behandlungen, natürliche Lösungen, oder alternative Medizin wie Akupunktur, die Auswahl an Lösungen ist groß. Ihr Gynäkologe kann Sie beraten und die Lösungen empfehlen, die für Ihre Situation und Ihre Krankengeschichte am besten geeignet sind.

Parallel dazu können kleine Anpassungen im Alltag in Betracht gezogen werden, sobald die ersten Symptome der Wechseljahre auftreten.

Zum Beispiel Kräutertees und Aufgüsse zur Linderung bestimmter Beschwerden. Kamille gegen Schlafstörungen, Ingwer für mehr Energie …

Bezüglich natürlicher Lösungen, sind auch Bachblüten, mit oder ohne ätherischen Ölen, geeignet, um ein emotionales Gleichgewicht zu finden.

Um Nachtschweiß zu vermeiden, gibt es Pyjamas aus atmungsaktiven Stoffen.

Wenn es um Bettwäsche geht, raten wir Ihnen zu Naturfasern, die atmungsaktiver sind als synthetische Fasern.

Um die vaginale Trockenheit zu lindern und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr zu vermeiden, kann die Verwendung eines Gleitmittels helfen. Bei regelmäßiger Anwendung zum täglichen Wohlbefinden, oder gelegentlich beim Geschlechtsverkehr, sind Gleitmittel auf Wasser- oder Ölbasis eine hervorragende Lösung, um ein friedliches, intimes Leben zu führen.