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Wie kann man Krebs vorbeugen?

Laut dem Robert Koch-Institut erkrankt etwa jeder zweite Deutsche im Laufe seines Lebens an Krebs. Trotz dieser düsteren Statistiken haben Ärzte und Forscher bereits große Fortschritte im Verständnis der Bekämpfung der Krebszellen gemacht und konnten die Diagnose und Behandlung von Krebs verbessern.

Aber anstatt nur auf einen neuen medizinischen Durchbruch zu warten, können Sie jetzt schon viel tun, um sich gegen den Ausbruch der Krankheit zu schützen. Früherkennung ist das A und O in der Krebsforschung. Hören Sie auf Ihren Körper, nehmen Sie eventuelle Symptome ernst und gehen Sie zu Vorsorgeuntersuchungen, um bösartige Tumore im frühesten Stadium zu erkennen.

Eine frühe Diagnose ist wichtig, aber können Sie Ihr Risiko, überhaupt an Krebs zu erkranken, reduzieren? Es klingt zu schön, um wahr zu sein, aber das ist es nicht. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) schätzen, dass weit über ein Drittel der Krebsneuerkrankungen vermieden werden können.

Dabei müssen Sie kein anerkannter Wissenschaftler sein, um zu verstehen, wie Sie sich und Ihre Familie vor einer Krebserkrankung schützen können:

1. Vermeiden Sie Tabak in all seinen Formen, einschließlich der Belastung durch Passivrauchen.

Rauchen ist in 16 Prozent der Fälle die Ursache von Krebs!

2. Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung.

Reduzieren Sie Ihren Verzehr von gesättigten Fettsäuren und rotem Fleisch, da dies das Risiko von Dickdarmkrebs und Prostatakrebs erhöhen kann. Essen Sie dagegen mehr Obst, Gemüse und Vollkorngetreide.

3. Finden und behalten Sie Ihr Optimalgewicht.

Fettleibigkeit erhöht das Risiko für viele Krebsarten.

4. Treiben Sie regelmäßig Sport.

Körperliche Aktivität wurde mit einem verringerten Darmkrebsrisiko in Verbindung gebracht. Bewegung scheint auch das Risiko einer Frau, an Brust- und möglicherweise an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, zu verringern. Sie hilft also dabei, Sie zu schützen.

5. Genießen Sie alkoholische Getränke in Maßen.

Übermäßiger Alkoholkonsum erhöht das Risiko für Krebserkrankungen der Mundschleimhaut, des Kehlkopfs, der Speiseröhre, der Leber und des Dickdarms; bei Frauen steigert er zudem das Brustkrebsrisiko. Durch zusätzliches Rauchen wächst die Gefahr, eine alkoholinduzierte bösartige Erkrankung zu erleiden, weiter an.

6. Vermeiden Sie unnötige Strahlenbelastung.

Lassen Sie Röntgenaufnahmen nur dann durchführen, wenn Sie sie benötigen. Schützen Sie sich vor ultravioletter Strahlung im Sonnenlicht, die das Risiko von Melanomen und anderen Hautkrebsarten erhöht. Machen Sie sich aber keine Sorgen über elektromagnetische Strahlung von Hochspannungsleitungen oder hochfrequente Strahlung von Mikrowellen und Mobiltelefonen. Diese verursachen keinen Krebs.

7. Vermeiden Sie den Kontakt mit Industrie- und Umweltgiften.

Zu diesen schädlichen und krebserregenden Stoffen gehören Asbestfasern, Benzol, aromatische Amine und polychlorierte Biphenyle (PCBs).

8. Vermeiden Sie Infektionen, die zu Krebs beitragen.

Dazu gehören Hepatitis-Viren, HIV und das humane Papillomavirus. Viele werden sexuell oder durch kontaminierte Nadeln übertragen.

9. Machen Sie qualitativ hochwertigen Schlaf zu einer Priorität.

Zugegeben, die Beweise für einen Zusammenhang zwischen Schlaf und Krebs sind nicht überragend. Aber ein schlechter und unzureichender Schlafrhythmus ist mit einer Gewichtszunahme verbunden, die wiederum ein Krebsrisikofaktor ist.

10. Laden Sie Ihren Vitamin-D-Akku auf.

Viele Experten empfehlen heute eine Vitamin D Zunahme von 800 bis 1.000 IE pro Tag, ein Ziel, das ohne die Einnahme eines Nahrungsergänzungsmittels fast unmöglich zu erreichen ist. Obwohl ein Schutz bei weitem noch nicht erwiesen ist, gibt es Hinweise darauf, dass Vitamin D dazu beitragen kann, das Risiko für Prostatakrebs, Darmkrebs und andere bösartige Tumore zu senken.