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Sport bei Krebs: KÖRPERLICHE BETÄTIGUNG HILFT

„Bewegung ist eine der besten Rücklagen für die Gesundheit.“

Französisches Zitat

Es ist lange her seitdem Personen mit Krebserkrankung empfohlen wurde, sich zu schonen und jede körperliche Aktivität zu unterlassen. Heute ist es wissenschaftlich bewiesen, dass sportliche Betätigung dazu beiträgt, das Krebsentwicklungsrisiko zu verringern sowie die Effizienz der Behandlungen zu verbessern.

Der Professor Bradley Behnke, ein Forscher der Physiologie an der Universität in Kansas City, studiert den Einfluss von körperlicher Betätigung auf Tumore. Laut seinen Studien macht körperliche Aktivität Krebsbehandlungen effizienter als Strahlentherapie und Chemotherapie. Der Grund für diesen Effekt: die Ausschüttung von Sauerstoff.

Tumore sind mit sauerstoffarmen Zonen versehen, die sie für die Strahlentherapie resistent und empfänglicher dafür machen, Metastasen zu entwickeln. Körperliche Betätigung erhöht den Blutzustrom bis dies beim Tumor eine bessere Sauerstoffversorgung bewirkt und somit eine bessere Antwort auf die angewandten Behandlungen.

Sauerstoffmangel, d.h. die Verringerung der Sauerstoffmenge die durch das Blut im Gewebe verteilt wird, ist ein gewöhnliches Phänomen bei festen Tumoren (Gehirn, Lunge, Brust, Prostata). Wenn der Tumor hypoxisch ist, wird die bestehende Lebensgefahr des Patienten als höher eingestuft als bei Patienten mit einem nicht hypoxischen Tumor. Körperliche Aktivität reduziert diesen Sauerstoffmangel um 50% und erhöht den Blutzustrom um 200%, nach einer im « Journal of the National Cancer Insitute » veröffentlichten Studie.

Das Ziel von Professor Bradley Behnke ist es nun, das ideale Timing für die Sporttherapie zu finden. Es handelt sich darum, den Moment, die Dauer und die Intensität der körperlichen Aktivität zu bestimmen, die nötig ist, um sie für einen Krebspatienten oder eine Person in Behandlung zu verbessern und den Patienten nicht in Gefahr zu bringen.

In der Tat sollte die Verschreibung von sportlicher Aktivität mit Achtsamkeit ausgegeben werden, weil körperliche Anstrengung im Überschuss Ihr Immunsystem gefährden und möglicherweise den Tumor verschlimmern kann. Es wird deshalb empfohlen eine kontrollierte sportliche Aktivität auszuführen! Experten, die auf die Anfälligkeit von kranken Personen spezialisiert sind, können Ihre Ratschläge an die Situation jedes Patienten anpassen. Zögern Sie nicht, mit Ihrem Allgemeinarzt oder einem Spezialisten zu sprechen, damit er Ihre sportliche Aktivität an Ihre gesundheitliche Situation anpassen kann.

Auch in Frankreich hat sportliche Aktivität eine aussichtsreiche Zukunft. Der letzte „Plan Cancer 2014-2019“ leistet dafür Unterstützungsarbeit, vor allem daran erinnernd, dass „Körperliche Aktivität während und nach der Behandlung die Lebensqualität verbessert und Müdigkeit reduziert. Sie kann die Überlebenschancen nach einem Brustkrebs oder einem Darmkrebs verbessern, obwohl Übergewicht das Risiko einer erneuten Krebserkrankung erhöht. Der „Plan Cancer“ bewirbt also kontrollierte und angemessene körperliche Aktivität, sowie ein angepasstes Essverhalten.“